Vorkochen macht nur Spaß, wenn das Ergebnis auch gut aufbewahrt werden kann. Die gute Nachricht: Du brauchst nicht sofort neue Behälter zu kaufen. Leere Einmachgläser, alte Kunststoffdosen, Gefrierbeutel – das reicht für den Anfang vollkommen aus.
Wenn du aber irgendwann nachrüsten willst, lohnt es sich, kurz nachzudenken, was du wirklich brauchst. Nicht jeder Behälter passt zu jedem Einsatz. Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick über die fünf gängigen Materialien – mit Vor- und Nachteilen, ohne Kaufdruck.
Worauf es beim Kauf ankommt
Bevor du irgendwas kaufst: Ein paar kurze Überlegungen sparen später Frust. Wie viele Portionen willst du gleichzeitig aufbewahren? Sollen die Behälter in die Mikrowelle, den Ofen oder den Tiefkühlschrank? Transportierst du sie zur Arbeit oder bleiben sie zu Hause? Und wie wichtig ist dir das Gewicht – gerade wenn Kinder ihre eigene Lunchbox tragen sollen?
Ein Mix aus verschiedenen Materialien ist oft die beste Lösung. Glas für zu Hause, leichte Edelstahl- oder Kunststoffboxen für unterwegs, Silikonformen fürs Einfrieren. Du musst dich nicht festlegen.
Glasbehälter
Glas ist meine persönliche erste Wahl für alles, was im Kühlschrank landet. Man sieht sofort, was drin ist, es nimmt keine Gerüche an, lässt sich gut reinigen und fühlt sich beim Essen einfach hochwertiger an als Plastik.
Hochwertige Glasbehälter mit Kunststoffdeckel sind ofenfest (ohne Deckel), gefrierschrank geeignet und mikrowellentauglich. Einmachgläser mit Gummidichtung und Metalldeckel sind eine gute Alternative – besonders fürs Einfrieren von Suppen und Saucen.
Der Nachteil ist das Gewicht. Für die Lunchbox der Kinder oder den täglichen Transport zur Arbeit sind Glasbehälter eher unpraktisch. Und sie können brechen – was mit Kindern im Haushalt ein echtes Argument ist.
Gut geeignet für:
Kühlschrank Vorrat, Aufwärmen im Ofen oder Mikrowelle, Reste aufbewahren, Mahlzeiten vorbereiten, die zu Hause gegessen werden.
Edelstahlbehälter
Edelstahl ist robust, langlebig und kommt ohne Kunststoff aus. Für Lunchboxen, Brotdosen und den Transport ist er ideal – gerade für Kinder, weil er nicht bricht und keine Schadstoffe abgibt.
Die meisten Edelstahlbehälter sind spülmaschinenfest und können eingefroren werden. Im Ofen sind sie bedingt einsetzbar – bei niedrigen Temperaturen und ohne Kunststoffdeckel geht manches, aber das hängt vom Modell ab. In der Mikrowelle funktionieren sie nicht.
Viele Modelle haben einsteckbare Trennstege – so kannst du die Box je nach Mahlzeit aufteilen und Hauptgericht, Beilage und Snack getrennt transportieren.
Gut geeignet für:
Lunchboxen, Kinderbrotdosen, Transport, robuste Alltagsnutzung. Nicht geeignet für die Mikrowelle.
Wichtig:
Alubehälter sind keine gute Wahl – Säuren aus Lebensmitteln wie Tomaten oder Zitrusfrüchten können Stoffe aus dem Material lösen. Immer auf Edelstahl achten, nicht Aluminium.
Silikonformen – besonders gut fürs Einfrieren
Silikon ist das Material, das beim Einfrieren wirklich glänzt. Silikonformen – wie zum Beispiel die SouperCubes – sind perfekt dafür, Suppen, Saucen, Smoothies oder Babybreie in Portionen einzufrieren. Du befüllst die Form, frierst ein, löst die fertigen Würfel oder Blöcke heraus und lagerst sie in einem Gefrierbeutel oder -behälter weiter.
Das spart enorm viel Platz im Tiefkühlschrank und macht das Auftauen einfach: du nimmst genau die Portion raus, die du brauchst. Nicht mehr, nicht weniger. Besonders praktisch für Babybrei, pürierte Gerichte oder selbstgemachte Brühe.
Silikon ist leicht, flexibel, spülmaschinengeeignet und gibt keine Schadstoffe ab – sofern es lebensmittelechtes Silikon ist. Silikonformen zum Einfrieren lassen sich nicht fest verschließen und sind eher Hilfsmittel zum Portionieren. Daneben gibt es aber auch feste Silikonbehälter für unterwegs – gut verschließbar und im leeren Zustand oft faltbar, was sie besonders platzsparend macht.
Gut geeignet für:
Portionsweises Einfrieren von Suppen, Saucen, Babybreien, Smoothie-Zutaten. Auftauen am besten über Nacht im Kühlschrank.
Tipp:
Befüllte Silikonformen vor dem Einfrieren kurz abdecken, damit nichts ausläuft, fall kein Deckel für die Form vorhanden ist. Nach dem Einfrieren die Portionen in einen Gefrierbehälter aus Glas oder Edelstahl umfüllen – spart Platz und schützt vor Gefrierbrand.
Kunststoffbehälter
Kunststoffboxen sind leicht, fast bruchfest, günstig und in unzähligen Formen und Größen erhältlich. Für den Anfang sind sie vollkommen ausreichend – und die meisten Haushalte haben schon eine Sammlung davon.
Beim Kauf neuer Kunststoffbehälter lohnt es sich, auf die Kennzeichnung zu achten. BPA-freier Kunststoff ist Standard bei neueren Produkten, aber es schadet nicht, es zu prüfen. Viele Modelle sind mikrowellen- und spülmaschinengeeignet, manche nicht – das steht auf der Verpackung.
Kunststoff nimmt mit der Zeit Gerüche und Verfärbungen an, besonders bei fetthaltigen oder stark gewürzten Speisen. Und er ist nicht für den Backofen geeignet. Wer langfristig investieren will, steigt irgendwann auf Glas oder Edelstahl um – aber als Einstieg oder Ergänzung ist Kunststoff praktisch.
Gut geeignet für:
Einstieg, leichte Transportboxen, Gefrierschrank. Auf BPA-freie Kennzeichnung achten. Nicht für den Backofen.
Behälter aus Naturmaterialien
Wer weder Kunststoff noch schweres Glas möchte, findet in Behältern aus Weizenstroh, Holzfasern oder ähnlichen Naturmaterialien eine leichte Alternative. Sie eignen sich gut für Pausenboxen und Bento-Varianten – also für Mahlzeiten, die zeitnah gegessen werden.
Die meisten dieser Behälter sind nicht gefrierschrank geeignet und vertragen keinen Backofen. Mikrowelle geht bei manchen Modellen, bei anderen nicht. Sie sind in der Regel nicht so robust wie Kunststoff und reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit bei längerer Nutzung.
Für Kinder-Brotdosen oder als leichte Option für die Mittagspause sind sie eine schöne Wahl. Für das systematische Vorkochen und Einfrieren sind sie weniger geeignet.
Gut geeignet für:
Pausenboxen, Bento-Boxen, kurzfristige Aufbewahrung. Nicht für Tiefkühler oder Ofen.
Kurze Übersicht: Welches Material für welchen Zweck
| Material | Kühlschrank | Tiefkühler | Ofen | Mikrowelle | Transport |
|---|---|---|---|---|---|
| Glas | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ | ⚠️ schwer |
| Edelstahl | ✅ | ✅ | ⚠️ bedingt | ❌ | ✅ |
| Silikon | ⚠️ bedingt | ✅ | ✅ | ✅ | ⚠️ bedingt |
| Kunststoff | ✅ | ✅ | ❌ | ✅ | ✅ |
| Natur | ✅ | ❌ | ❌ | ⚠️ bedingt | ✅ |
Allgemeiner Hinweis zur Haltbarkeit:
Vorgekochte Mahlzeiten halten sich im Kühlschrank 2–3 Tage, gut verschlossen. Was länger bleiben soll, lieber direkt einfrieren – portionsweise, damit du nur das auftaust, was du brauchst. Auftauen am besten über Nacht im Kühlschrank.
Welche Behältergröße für was? Ein praktischer Überblick
| Größe | Portionen | Gut geeignet für z.B. |
|---|---|---|
| ca. 0,2 L | Snack / 1 kl. Portion | Snacks, Dips, Babyportion, Dessert, Reste |
| ca. 0,5 L / ca. 0,6 L | 1 Portion | Suppe, Eintopf, Overnight Oats, Smoothie-Portion, Pfannengericht, Quiche, vorgeschnittenes Gemüse, Beilagen |
| ca. 0,85 L | 1–2 Portionen | Salat im Glas, Suppe, Curry, Eintopf |
| ca. 1 L | 1–2 Portionen | Gemischte Mahlzeit, Pasta mit Sauce, Reispfanne |
| ca. 1 L geteilt | 1 Portion | Lunch-Box mit Trennung: Hauptgericht + Beilage getrennt |
| ca. 2 L | 2–3 Portionen | Auflauf, Quiche, Kuchen, größere Portionen zum Einfrieren |
| ca. 4 L | 4–6 Portionen | Familienauflauf, großer Salat, Batch-Cooking-Portion |
Kauftipp:
Lieber von wenigen Größen jeweils mehrere kaufen als viele verschiedene Formate. Einheitliche Größen lassen sich stapeln, die Deckel passen zusammen.
Du brauchst nicht alles auf einmal
Fang mit dem an, was du hast. Die meisten Küchen haben schon genug Behälter für den Einstieg. Wenn du nach und nach nachrüstset, merkst du schnell, was dir wirklich fehlt – und was du nicht brauchst.
Ein gutes Grundset für die meisten Familien: zwei bis drei Glasbehälter für den Kühlschrank, eine robuste Edelstahl Box für unterwegs und eine Silikonform fürs Einfrieren. Der Rest kommt mit der Zeit.

Janine | Drei Jungs, voller Terminkalender und trotzdem jeden Abend ein Essen auf dem Tisch. Nicht weil ich perfekt organisiert bin – sondern weil ich gelernt habe, es mir einfacher zu machen. Genau das zeige ich dir hier.
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Häufige Fragen
Welche Behälter eignen sich am besten für Meal Prep?
Das hängt vom Einsatz ab. Für den Kühlschrank und das Aufwärmen zuhause sind Glasbehälter die beste Wahl. Für Transport und Lunchboxen sind Edelstahlboxen ideal. Fürs portionsweise Einfrieren sind Silikonformen wie SouperCubes sehr praktisch. Ein Mix aus allen dreien deckt die meisten Situationen ab.
Kann ich Alubehälter für Meal Prep verwenden?
Besser nicht. Säuren aus Lebensmitteln – zum Beispiel aus Tomaten, Zitrusfrüchten oder Essig – können Stoffe aus Aluminium lösen. Edelstahl ist die deutlich bessere und langlebigere Alternative.
Wie viele Behälter brauche ich für den Start?
Für den Anfang reicht was du hast – Einmachgläser, alte Kunststoffdosen, Gefrierbeutel. Wenn du nachrüsten willst, orientiere dich daran, wie viele Portionen du gleichzeitig aufbewahren willst. Für zwei bis drei Gerichte à zwei Portionen brauchst du vier bis sechs Behälter mittlerer Größe.
Was sind SouperCubes und wofür sind sie gut?
SouperCubes sind Silikonformen mit einzelnen Kammern in verschiedenen Portionsgrößen – zum Beispiel 100 ml oder 250 ml. Du füllst sie mit Suppe, Sauce oder Brei, frierst ein und hast danach fertige Portionswürfel, die du einzeln entnehmen kannst. Besonders praktisch für Babybrei, selbstgemachte Brühe und pürierte


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