Meal Prep schneller machen – 6 Tricks für weniger Zeit in der Küche

Schnell vorkochen Photo by Gades Photography on Unsplash mealpreperia.com

Vorkochen dauert so lange, wie man sich Zeit dafür nimmt. Das kann ein halber Tag sein – oder 90 Minuten.

Letztes Wochenende war genau so ein Fall. Zwei Geburtstagsfeiern, ein Sonntag, der sich zog, und um 16 Uhr war ich endlich draußen laufen. Als ich zurückkam, war die Motivation plötzlich doch da – aber die Lust, stundenlang in der Küche zu stehen, nicht. Also habe ich es kurz gemacht.

90 Minuten, drei Gerichte parallel, Küche aufgeräumt. Was dabei geholfen hat: diese sechs Tricks. Die nutze ich besonders an Wochenenden, wenn die Zeit knapp ist oder der Kopf einfach nicht mitmacht.

1. Wenige Zutaten, einfache Gerichte

Wenn es schnell gehen muss, ist nicht der Moment für neue Rezepte mit zehn Zutaten, von denen du drei erst suchen musst. Ich plane dann nach einem losen Baukasten-Prinzip: Eine Getreide- oder Hülsenfrucht-Basis, dazu Gemüse, dazu Protein. Fertig.

Gerichte, die du schon kennst und blind kochen kannst, gehen schneller – weil du nicht nachschauen, abmessen und nachdenken musst. Neue Rezepte ausprobieren ist schön, aber nicht wenn die Uhr tickt.

2. Gleiche Zutaten für mehrere Gerichte

An meinem 90-Minuten-Sonntag habe ich Brokkoli in zwei Gerichten verwendet. Reis, Karotten und Lauchzwiebeln ebenfalls in mehreren. Das spart nicht nur Einkauf und Geld – es spart vor allem Schneidarbeit.

Du putzt die Karotten einmal und verteilst sie auf zwei Töpfe. Du kochst Reis einmal in einer großen Menge und portionierst ihn auf verschiedene Formen auf. Einmal Aufwand, mehrfach Ergebnis.

3. Alle Geräte gleichzeitig nutzen

Herd, Backofen, Mikrowelle – das ist deine Parallelküche. Während der Reis kocht, schmort das Gemüse in der Pfanne. Während die Quiche im Ofen bäckt, wird das Hähnchen angebraten.

Was nicht funktioniert: wenn du fünf Ofengerichte einplanst und sie nacheinander backen musst. Beim Planen kurz überlegen, welches Gericht wo zubereitet wird – dann läuft alles gleichzeitig statt nacheinander.

4. Ein oder zwei Gerichte doppelt kochen

Du kochst heute sowieso – mach gleich etwas mehr. Ein Gericht in doppelter Menge bedeutet zwei Tage abgedeckt, ohne dass du die Zeit verdoppelst. Der Aufwand für das Schneiden und Abfüllen ist kaum größer.

Besonders gut funktioniert das bei Gerichten, die sich gut einfrieren lassen: Suppen, Eintöpfe, Saucen. Einmal mehr kochen, einmal mehr Zeit gespart.

5. Den Tiefkühlschrank als stillen Helfer einplanen

In meinem Tiefkühlschrank warten meistens ein, zwei Gerichte darauf, gegessen zu werden. Entweder, weil wir es nicht geschafft haben, alles zu essen, oder weil ich von Anfang an mehr gekocht habe als nötig und so gleich etwas auf die Seite stellen konnte.

Diese Portionen plane ich bewusst in die Wochen ein – besonders für die Tage, an denen ich weiß, dass mir wenig Zeit bleibt. Dann muss ich an diesem Tag gar nichts mehr vorkochen, sondern nur noch auftauen.

Auftau-Tipp:

Tiefgefrorene Portionen am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen – das ist schonender als die Mikrowelle und du hast mittags oder abends direkt etwas Fertiges.

6. Auf vorbereitete Zutaten zurückgreifen

Vorbereitete Zutaten sind die unsichtbare Zeitersparnis. Quicheböden, die du eingefroren hast. Gemüse, das du beim letzten Kochen mitgeschnitten und portioniert hast. Eine Bolognese-Sauce, die du letzten Monat in doppelter Menge gekocht hast.

Wenn ich zu viel Gemüse eingekauft habe, putze und schneide ich es direkt mit – auch wenn ich es gerade nicht brauche. In Portionen eingefroren ist es dann in einer der nächsten Wochen sofort einsetzbar, ohne jeden Schritt von vorn beginnen zu müssen.

So lief mein 90-Minuten-Prep ab

Drei Gerichte parallel: schwarzer Reis als Basis für zwei Varianten, dazu Pfannengemüse mit Feta und Hähnchenbrust mit TK-Gemüse – und zwei Gemüse-Quiches im Ofen mit vorgefertigten Böden aus dem Tiefkühlschrank.

Alles gleichzeitig gestartet: Reis auf den Herd, Gemüse in die Pfanne, Quiche-Füllung vorbereitet, Ofen an. Als das Hähnchen fertig war, waren auch Reis und Quiche durch. Formen befüllt, abkühlen lassen, Deckel drauf – fertig.

Titelbild Janine


Janine | Drei Jungs, voller Terminkalender und trotzdem jeden Abend ein Essen auf dem Tisch. Nicht weil ich perfekt organisiert bin – sondern weil ich gelernt habe, es mir einfacher zu machen. Genau das zeige ich dir hier.
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Häufige Fragen

Wie lange dauert Meal Prep realistisch, wenn man es richtig angeht?

Mit etwas Routine und diesen sechs Tricks sind 60–90 Minuten für zwei bis drei Gerichte gut machbar. Am Anfang dauert es länger – das liegt nicht an dir, sondern daran, dass Abläufe erst eingespielt werden müssen. Nach ein paar Malen geht vieles automatisch.

Welche Gerichte eignen sich am besten, um sie parallel zu kochen?

Gerichte mit langen passiven Garzeiten – also Reis kochen, Ofen-Gerichte, Eintöpfe – lassen sich gut parallel laufen lassen, weil du in dieser Zeit andere Aufgaben erledigen kannst. Gerichte, die ständige Aufmerksamkeit brauchen, lieber einzeln.

Was tue ich, wenn ich keine Zeit hatte vorzukochen?

Dann ist die Antwort der Tiefkühlschrank – wenn du vorgesorgt hast. Oder ein schnelles Notfallgericht: Rührei mit Brot, Grießbrei mit Zimt, Nudeln mit Butter und Parmesan. Kein Plan schlägt das, aber es überbrückt den Abend ohne Stress.

In welchen Behältern lässt sich Meal Prep am besten aufbewahren?

Glas- oder Edelstahlbehälter sind die erste Wahl: geruchsneutral, spülmaschinenfest und langlebig. Wichtig: erst abkühlen lassen, dann verschließen.

Kommentare

2 Kommentare zu „Meal Prep schneller machen – 6 Tricks für weniger Zeit in der Küche“

  1. Fkkdsjsjg

    Für die Fleischesser: Fleisch und den Rest getrennt zubereiten. Außer für Frikadellen braucht man zB immer Bröselhack, egal was man dann damit macht, Bolo, Tacos, gefüllte Zucchini, … alles beginnt immer mit „Hack krümelig anbraten“. Warum nicht gleich mehrere Portionen auf einmal vorbereiten. Hast du irgendein Gericht dem Zwiebeln schaden? Eben! Brate sie gleich mit an. Gebratenes Hack kann man genau wie rohes in Gefrierbeuteln flach einfrieren und vorher so in Portionen unterteilen. Oder man stellt es in den Kühlschrank, wenn man nächsten Tag den Rest vorkocht. Ich würze es absolut gar nicht. Dann bin ich komplett frei und übersalze es zB nicht, wenn ich was mit Sojasauce machen will. Es ist ein nicht zu unterschätzender Zeitvorteil.

    Auch Huhn vorher braten ist nix, womit man jetzt irgendein Gericht unkochbar macht, aber man spart sich soooo viel Zeit. Egal ob man es nur noch würzt und auf den Reis legt oder ob man ein Wokgericht macht und das Fleisch nur am Ende mit aufwärmt.

    Wenn das Fleisch schon fertig ist, wenn man mit dem Rest anfängt, hat man auch nicht das Problem mit Almonellenl unterschiedlichen Brettchen, Plazproblemen usw

    1. Janine

      Danke für deinen Beitrag :-). Ja, Protein ist ein super Bestandteil, der sehr gut vorbereitet werden kann. Dabei muss es nicht immer Fleisch sein. Auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen eignen sich sehr gut.

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