Bist du eher geplant oder spontan Kocher?

Dieses Bild ist das Bannerbild für den Artikel spontan versus geplant kochen

Bist du Team geplant kochen oder bist du Team spontan kochen? Beides hat ja seine Vorteile. Aber beides hat auch seine Nachteile. In diesem Beitrag möchte ich über die beiden Möglichkeiten schreiben und ein paar Unterschiede deutlich machen. So kannst du besser für dich entscheiden, wann welche Variante für dich Sinnvoll ist.

Kennst du das? Du hüpfst auf dem Heimweg noch schnell in den Supermarkt um ein paar Lebensmittel einkaufen, auf die du gerade Lust hast und um dann Zuhause, natürlich mal “schnell“, etwas Leckeres zu kochen. So sah früher fast jeder Tag bei mir aus. Zeitweise ist es ganz okay gewesen. Spontanität ist ja cool und man will ja nicht verstaubt und festgefahren sein. Doch auf Dauer hat es mich irgendwie genervt. 

Da war immer dieses Gefühl, noch etwas jagen gehen zu müssen. Dieses Gefühl, nicht ganz sicher zu sein, ob zu Hause noch etwas Brauchbares im Kühlschrank lagert. Dieses Gefühl, sich jetzt noch aufraffen zu müssen, um etwas zu kochen, obwohl man schon so einen anstrengenden Tag hinter sich hat. 

Du erkennst dich wieder? Das ist OK. Wenn du damit glücklich bis, bleib dabei. Ich bin dir nicht böse 😉. Sollte es dich aber irgendwie nerven, dann motiviert dich dieser Beitrag vielleicht es mal mit dem Vorausplanen zu probieren.

Die Auswirkungen auf deine mentale Verfassung

Spontanes kochen
& die mentale Verfassung

Spontan kochen ist super. Keine Frage. Doch 3 bis 4 Mahl am Tag überlegen, was man jetzt essen will, ist mental belastend und energieraubend. Im Buch, “Die Macht der Disziplin” von Roy Baumeister und John Tierney schreiben die Autoren schon auf den ersten Seiten, von Ego-Erschöpfung. Ego-Erschöpfung beschreibt einen Zustand, der erreicht wird, wenn die Willenskraft im Laufe des Tages immer mehr abnimmt, da wir über den Tag hinweg viele Entscheidungen treffen, die unseren Geist und auch unsere Disziplin herausfordern. Daher fällt es uns auch so schwer, den inneren Schweinehund am Abend zu wieder stehen, wenn es lieber schnell eine Tiefkühl-Pizza fordert, als selbst etwas zu kochen.

Diese fehlende Willenskraft führt im Supermarkt, am Abend nach einem langen Arbeitstag, vermehrt zu Spontan-, Fehl- oder Zuvielkäufen. Zu Käufen von Lebensmitteln, auf die man gerade Lust verspürt, welche aber nicht unbedingt gesund und somit echte LEBENSmittel sind. Zu Käufen von Lebensmitteln, die man schon im vergessenen häuslichem Vorrat hat und die nun wieder nicht aufgebraucht werden. Oder zum Kauf von Lebensmitteln, die man dann doch nicht einsetzt, weil sie einem zu ungewohnt sind und man sowas sonst nie verwendet. Man wollte ja spontan mal was Neues ausprobieren. Wie geht es dir Abends mental? Ist spontan kochen dein Ruhepol und dich vom Job zu erholen?

Geplant kochen 
& die mentale Verfassung

Ein Vorteil, den dir das vorgeplante Kochen bietet ist es, dich die meiste Zeit zurückzulehnen und zu genießen. Du oder ihr zusammen plant den Speiseplan für die Familie. Ihr setzt euch hin und macht euch einmal Gedanken und habt den Rest der Woche oder des Monats eure Ruhe. Dann wird nur noch abgearbeitet, aufgewärmt bzw. fertig gekocht und gegessen.

Du kannst entscheiden, wie weit du vorkochst und ob du zu den Mahlzeiten vorbereitete Zutaten frisch kochst oder bereits gekochte Speisen aufwärmst. So kannst du einen auf dich und deine Familie und eure Bedürfnisse zugeschnittenen Speiseplan erstellen. Egal ob Frühstück, Mittag, Abendessen und/oder Snacks.

Alles kann aber muss nicht geplant werden. So bist du für die meisten Situationen, wenn euch der Hunger überfällt gewappnet. Deine Gedanken kreisen nicht ständig um die nächste Mahlzeit und was der Vorrat noch hergibt. Zudem kannst du im Vorfeld abklären, welche Lebensmittel du noch im Haus hast und welche noch benötigt werden. So bleibt dir deine mentale Energie erhalten, die du als Mama bestimmt auch sehr gut für andere Dinge und Situationen gebrauchen kannst.

Die Auswirkungen auf deine Art zu kochen

Spontan kochen
& deine Art zu kochen

Spontan kochen heißt oft zu schauen, was der Kühlschrank und das Vorratslager noch hergeben. Das Gute beim Kochen ist es da, dass du super mit den einzelnen Zutaten und Mengen variieren kannst. So entstehen aus den vorhanden Lebensmitteln so manches neues leckeres Gericht. Das kann super schmecken oder nach hinten losgehen. Wie kreativ bist du? Welche Gerichte kochst du regelmäßig.

Die andere Seite der Medaille sieht aber so aus, dass wir meist gar nicht so kreativ sind und doch immer wieder das Gleiche essen. Mein Frühstück besteht Phasenweise immer aus Haferflocken mit Joghurt und Obst. Das mag gesund sein aber auf Dauer empfinde ich das irgendwie als langweilig. Oder zum Abendbrot immer Brot. Daher heißt es wohl auch so, haha 😅. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die meiste Zeit laufen wir auf Automatismus. Neues, dass uns aus unserer Komfortzone schubst, wollen wir an einem stressigem Morgen oder nach einem anstrengendem Tag nur ungern. Irgendwie doch wenig spontan.

Geplant kochen

& deine Art zu kochen

Anders schaut es aus, wenn du bewusst planst, was du kochen möchtest. Du nimmst dir die Zeit dafür. Nutze den Moment und mache dir Gedanken zu deiner und eurer Ernährung. Mache dir Gedanken darüber, was ihr gerne esst, was nicht und was man mal Neues ausprobieren könnte. Neue Lebensmittel und Kochtechniken ausprobieren. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um die eigenen Kochfähigkeiten weiterzuentwickeln. Es soll vielleicht ein Rezept geben, das ihr noch nie gekocht habt oder das auf eine andere Art uns Weise zubereitet wird, als ihr es bisher kanntet.

Plane dir die Zeit ein, die neuen Fähigkeiten zu entwickeln. Trau dich, mal andere Gerichte zuzubereiten. Verbessere und optimiere gezielt deine Rezepte. Für all das bietet dir das Planen eines Speiseplans auch Raum. Es ist nicht nur, das Rezepte zusammensuchen und eine Einkaufsliste schreiben. Vorkochen ist ein Prozess, der dich mit der Zeit routinierter und besser werden lässt. Trau dich neues auszuprobieren. Planen ist ein wichtiger Bestandteil.

Die Auswirkungen auf deine Familie

Spontan kochen
für die Familie

Spontanes Kochen ist mit Kindern, vor allem den Kleinen meistens nur Stress. Besonders schlimm und vor allem dramatisch ist die Situation, wenn die Kinder kurz vor dem Hungertod stehen und sich nur noch zanken oder am Mama nerven sind. Dann bricht eine extreme Notlage aus und es muss schnellstmöglich eine Lösung her. Zum Glück sind noch Fischstäbchen im Tiefkühler und Kartoffelbrei im Schrank. Damit es noch ein bisschen Grünzeug gibt, dürfen die Tiefkühlerbsen nicht fehlen. 😂 So sieht unser Ultra-Notfall-Gericht aus.

Hast du auch so ein Gericht? Oft landen in solchen Situationen ungesunde Fertigprodukte auf dem Tisch oder es wird wie schon erwähnt mal wieder eines der Standard-Gerichte abgespult. Besser das als gar nichts, ist dann die Devise. Doch wie schaut es da mit einer ausgewogenen Ernährung aus? Haben wir als Eltern nicht eine gewisse Vorbildfunktion für unsere Kinder? 

Geplant kochen
für die Familie

Anders sieht die Situation mit den quengeligen hungrigen Kindern aus, wenn du vorbereitet bist. Innerhalb von 5 bis 10 Minuten steht das Essen auf dem Tisch. Natürlich etwas Gesundes und Ausgewogenes. So sieht zumindest meine Wunschvorstellung aus.

Wie sieht deine aus? Im Kühlschrank befindet sich eine gewisse Menge an vorbereiteten Mahlzeiten, die nur darauf warten, an das Kind, die Frau oder den Mann gebracht zu werden. Und sollte sich mal spontaner Besuch ergeben, der dann doch zum Essen bleibt, gibt es auch im Tiefkühler noch das ein oder andere Gericht, dass auf seinen Einsatz wartet. 

Planst du deine und/oder eure Mahlzeiten vor, hast du einen viel besseren Überblick darüber, was gegessen wird. Du kannst bewusst gesunde Lebensmittel einplanen und den Speiseplan deiner Familie bereichern. Du kannst die Gerichte so planen, dass du bares Geld sparst. Du oder auch ihr zusammen könnt die Zubereitung so planen, dass ihr damit möglichst wenig Aufwand habt.

spontan vs gelpant kochen Pinterest Pin

Fazit: spontan kochen vs. geplant kochen

Es geht nicht darum die Mama oder Gastgeberin des Jahres zu werden. Es geht darum, dir als Mama das Leben leichter zu machen. Du kannst dich mit dem vorplanen und vorkochen entlasten. Du findest einen Weg, der für dich und deine Familie passt. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, um einen Speiseplan für deine Familie umzusetzen. Deine Familie wird sehr von dem Speiseplan profitieren (erfahre hier warum) und du erst recht. Natürlich kannst du auch weiterhin spontan kochen. Vielleicht hast du ein paar geplante Tage und ein paar flexible spontane Tage. Das ist ja das mega tolle am Speiseplan. Du machst dir die Speiseplan-Welt, wie sie dir gefällt.

Bist du Team spontan Köchin oder geplant Köchin? Ich freue mich sehr über einen Kommentar von dir.

Bild von Janine Hofmann

Hallo, mein Name ist Janine. Ich bin Mama und leidenschaftliche Meal Preperin. Kochen macht mir großen Spaß, doch ich will nicht jeden Tag in der Küche versauern 😅.
Auf MealPreperia nehme ich euch mit und teile mit euch alles rund ums Vorbereiten und Vorkochen.

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