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Einfach mitkochen für dein Baby

mitkochen fuer baby

Jedes süße Baby beginnt irgendwann, sich langsam von Muttermilch an andere Nahrung zu gewöhnen. Als Mama im Alltagsstress greift man dann gerne auf den Babybrei im Glas zurück. Aber macht es uns das Leben wirklich leichter? Und ist es gesund für unsere Kinder?

In diesem Artikel verrate ich dir, wie du einfach und nebenher für dein Baby mit (vor-)kochst. Du erfährst, welche Zutaten gut funktionieren und welche du lieber weglassen solltest. Und ich verrate dir 7 Möglichkeiten, wie du eure Familienmahlzeit Baby tauglich gestaltest. Dein Baby wird es lieben. Bist du bereit?

Im Internet finden sich unendlich viele Rezepte für Babybrei und mittlerweile auch Brei frei Rezepte. Doch jedes Mal für das Baby eine Extra-Wurst zu kochen ist auf Dauer sehr aufwendig. So geht es mir zumindest. Bei den Mini-Portionen am Anfang  lohnt es sich kaum. Also habe ich mir überlegt, wie ich für mein Baby einfach mitkochen kann.

Mitkochen-fues-Baby-Pinterstgrafik

Welche Zutaten sind geeignet

Prinzipiell eignen sich alle Zutaten, die ihr auch esst. Frische unverarbeitet Produkte sollten aber den Vorzug bekommen. Ob sie vom Wochenmarkt oder aus dem Tiefkühlregal kommen ist dabei eigentlich egal. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Doch darum soll sich dieser Artikel nicht drehen.

Dein Baby braucht verschiedene Nährstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Wasser aber auch ein ausgewogenes Angebot von verschiedenen Vitaminen und Mineralien.

Daher ist es wichtig, dass du deinem Baby viele verschiedene Lebensmittel anbietest. Viele Empfehlungen raten Eltern, bei der Beikost-Einführung immer nur ein neues Lebensmittel anzubieten. Das macht sicherlich Sinn, wenn das Baby unter 6 Monate ist oder in der Familie schon bestimmte Lebensmittel-Allergien vorherrschen.

Aber möchtest du eine ganze Woche das gleiche Essen? Also ich nicht. Auch Muttermilch ändert ihre Beschaffenheit, Geschmack und Inhaltsstoffe. Je nach Tageszeit und was die Mutter gegessen hat.

Auch müssen Babys sich erst an den Geschmack gewöhnen, die unterschiedlichen Konsistenzen erforschen und lernen, die man die unterschiedlichen Lebensmittel am besten isst. Perfekt, wenn es den letzten Punkt bei den Eltern oder Geschwistern abschauen kann. Du kannst mit deinem Baby auch über die Lebensmittel sprechen, die es gerade ist. Das stärkt die Bindung und dein Baby lernt neue Wörter und Zusammenhänge. Am besten du lässt deinen kleinen Schatz alleine essen. Auch, wenn dabei am Anfang nicht viel im Mund landet. Es ist auch Lustig anzusehen, wie es sein Essen erforscht und probiert.

Dieser Ansatz wird Baby Led Weaning* genannt. Dabei bekommt dein Baby unterschiedliche Lebensmittel (erst einmal nur 2-4, sonst ist es eventuell schnell überfordert) und erforscht sie mit allen Sinnen. Ja, es matscht auch herum und es fällt ständig etwas runter. Doch das gehört dazu. Es ist auch nicht schlimm, wenn am Anfang mehr Essen daneben landet, dein Baby sollte weiterhin Muttermilch oder Ersatzmilch nach Bedarf bekommen.

Kriterien für Lebensmittel, die du deinem Baby anbietest

  • Frische Zutaten sollten an erster Stelle stehen.
  • Nutze nur vollwertige Lebensmittel. Verzichte also auf industriell verarbeitete Lebensmittel. Sie sind zu Salz- oder Zuckerhaltig und wertvolle Inhaltsstoffe sind oft durch billige Ersatzstoffe ausgetauscht
  • Die Lebensmittel sollten für dein Baby gut greifbar sein, sodass es gut in seine Babyhändchen passt. Mit einem Wellenschneider* geschnittenes glitschiges Obst oder Gemüse kann es besser greifen.
  • Es ist kein Zucker enthalten. Dein Baby braucht diese leeren Kohlenhydrate nicht.
  • Es ist kein Salz enthalten. Mehr als 0,1g Salz am Tag kann gesundheitsschädliche Folgen für dein Baby haben.
  • Biete deinem Baby alle Hauptnährstoffgruppen an, um eine ausgewogene Ernährung zu ermöglichen (Besonders wichtig, wenn das Baby nicht mehr nur mit dem Essen spielt und es untersucht, sondern, wenn immer mehr im Mund landet.)
  • Abwechslungsreiche Lebensmittel anbieten.
  • Zu harte Zutaten solltest du so weich garen, dass dein Baby sie auch ohne Zähne zerdrücken kann
  • Fleisch, Fisch und Eier solltest du immer durchgegart und ohne Knochensplitter oder Knorpel sein
  • Neben Muttermilch, braucht dein Baby nur Wasser zu trinken

Du siehst, die Möglichkeiten sind unendlich. Dein Baby kann fast alles essen, was du auch isst. Überall auf der Welt werden die Babys mit anderen Lebensmitteln an das Essen herangeführt. Sogar Curry ist nicht verkehrt (sollten bei uns nur nicht zu scharf sein), wenn sie die oben genannten Kriterien erfüllen.

Doch es gibt auch Lebensmittel, die sollte dein Baby oder Kleinkind gar nicht oder nur selten essen.

Ungeeignete Lebensmittel, die dein Baby lieber noch nicht essen sollte

  • Lebensmittel, die aufgrund ihrer Größe oder Form eine Gefahr zum Ersticken darstellen. Dazu zählen ganze Nüsse und Nussstücke, Steinobst (z.B. Kirschen) musst du vorher entsteinen und kleine runde Früchte wie Trauben, Physalis oder Beeren sollten vorsichtshalber mindestens halbiert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass solch ein Stück in die Luftröhre des Kindes kommen kann. 
  • Salz: Die Nieren deines Babys können es noch nicht ausreichend herausfiltern. Der Verzehr von großen Mengen Salz kann in diesem Alter zu ernsten Erkrankungen führen. Die Regel sagt hier maximal 1 Gramm Salz pro Tag. Salzige Lebensmittel sind auch Hartkäse, Wurst, Schinken, Speck, Hefeextrakt und Pizza. Diese Lebensmittel können 1-2 mal die Woche auf den Babyteller. Fertiggerichte, Tütensuppen, Brühwürfel, Ketchup oder Fertigsaucen, Sardellen, Oliven, Sojasoße, salzige und süße Snacks, geräuchertes Fleisch und Fisch, Frühstücksflocken und Cerealien und noch einiges mehr sollte erst einmal nicht auf Babys Speiseteller.
  • Zucker: Zucker in zugesetzter Form hat im Essen von Babys und Kleinkindern nichts verloren. Viele für Babys und  Kinder ausgewiesene Produkte im Handel enthalten jedoch vermehrt Zucker. Zucker enthält keinerlei Nährstoffe, kann die Zähne schädigen und führt zu einem ungesunden Essverhalten. Die Industrie versteckt Zucker unter den unterschiedlichsten Namen. Hier findest du eine Liste (hier einen Link einbauen). Dabei kannst du den raffinierten Zucker bei vielen Gerichten leicht durch Trockenfrüchte oder Obst, wie einen geraspelten süßen Apfel oder eine zerdrückte Banane ersetzen. Es ist dann nicht ganz so süß, aber lecker.
  • Honig: Dein Baby sollte im ersten Lebensjahr keinen rohen Honig essen, da Honig eine Quelle für Botulismus sein kann.
  • Kleieprodukte: Können den Verdauungstrakt des Babys reizen und die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Kalzium behindern
  • Lebensmittel mit Zusatzstoffen, künstlichen Konservierungsmitteln und Süßstoffen
  • Gib deinem Baby keine koffeinhaltigen Getränke. Sie wirken aufputschend und machen dein Baby reizbar. Zudem beeinträchtigt schwarzer Tee die Aufnahme von Eisen.

Ok, jetzt weißt du, welche Lebensmittel für dein Baby geeignet sind und welche nicht. Doch wie wendest du das jetzt an?

7 Möglichkeiten, das Familien-Essen auf dein Baby abzustimmen

1.

Alle Speisen, die du kochst, ohne Salz kochen. Du kannst später am Tisch salzen, wenn du deine Portion auf deinem Teller hast. So kann jeder in der Familie seinen Salzbedarf selber bestimmen. Und du wirst überrascht sein, dass Essen ohne Salz auch schmecken kann. Wir sind nur zu sehr daran gewöhnt.

2.

Versuche alternative Würz Methoden als Salz. Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Kräutern über den Kartoffeln oder einer leckeren Gewürzmischung ohne Salz. Da gibt es eine ganze Menge toller Gewürze im Handel, mit denen du das Essen schnell aufwertest. Auch ohne Salz.

3.

Versuche so viel es geht selbst zu machen. Statt fertiger Tomatensoße eine Dose mit gehackten Tomaten öffnen, mit etwas Tomatenmark andicken und mit Gemüse und Gewürzen verfeinern. Oder versuche ein Salzfreies Brot zu backen. Du kannst dir dann gesalzene Butter aufs Brot schmieren, wenn du es möchtest. Und dein Baby kann getrost an seiner salzfreien Brotscheibe herumknabbern.

4.

Bereite Dinge so zu, dass sie dein Baby auch essen kann. Ihr mögt euer Gemüse eher knackig? Kein Problem. Gare einfach eine kleine Portion fürs Baby etwas länger als eure. Bis das Gemüse eine Konsistenz hat, die das Baby gut essen kann. Zudem kannst du die Lebensmittel so schneiden, dass sie dein Baby gut greifen kann.

5.

Vermeide Zucker. Du möchtest zum Beispiel Waffeln backen? Lasse den Zucker weg und nimm ein paar reife Bananen (wenn sie braune Punkte bekommen). Sie süßen perfekt. Oder raspele einen Süßen Apfel oder eine Birne mit in den Teig. Karotten und Süßkartoffel sind auch ein guter Ersatz für Zucker. Zum Abrunden, kannst du wieder Gewürze wie Zimt oder Vanille verwenden. So kannst du schnell ein paar Waffeln oder Muffins backen.

6.

Hab immer eine Notfall Portion fürs Baby parat. Viele Sachen lassen sich gut einfrieren und dann für das Baby erwärmen. Für den Fall, es wird mal nicht für alle gekocht. Was ja auch kein Weltuntergang ist.

7.

Nimm dir die Zeit und iss mit deinem Baby. Nicht nacheinander. Gemeinsam essen macht so viel mehr Spaß und dein Kind wird sich so einiges bei dir abschauen. Da ist es auch egal, wenn die Mahlzeit mal aus einem Gläschen kommt.

Fazit

Wie du siehst, kannst du für dein Baby fasst alles kochen, wenn du auf Salz und Zucker verzichtest. Taste dich heran, auch wenn es auf den ersten Blick merkwürdig erscheint. Sei experimentierfreudig und bringe Abwechslung auf den Tisch. Dein Baby wird es dir danken und vielleicht entdeckt ihr das eine oder andere Lieblingsrezept.

Ich merke jedenfalls immer, wenn mein Baby etwas ist, dass es nicht auf unseren Tellern sieht, isst es viel schlechter und ich liebe unsere gemeinsamen Mahlzeiten. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten, wenn viele im Home-Office sind, gibt es nichts Besseres, als die Haus-Kantine.

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Janine Profilbild

Hallo, mein Name ist Janine. Ich bin Mama und leidenschaftliche Meal Preperin. Kochen macht mir großen Spaß, doch ich will nicht jeden Tag in der Küche versauern 😅.
Auf MealPreperia nehme ich euch mit und teile mit euch alles rund ums Vorbereiten und Vorkochen.

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