Warum es nicht einfach “Mahlzeiten vorbereiten” heißt?
Naja, “Meal Prep” klingt einfach sexier.

Meal Prep bedeutet erstmal nichts anderes als Mahlzeiten vorbereiten. Aber eigentlich ist es auch viel mehr als das. Man kann es als Lebenseinstellung bezeichnen. Dabei gibt es keine wirklichen Regeln, nur Anhaltspunkte. Es hilf im heutigen Alltag bewusster zu Essen, es hilft einen Überblick zu behalten und kann eine Menge Zeit einsparen.

Meine Omas und Opas haben früher ausgiebig Meal Prep betrieben. Da wurde Eingeweckt, groß gekocht und Brote für die Arbeit geschmiert. Damals waren die praktischen Pausenbrote Alltag. Auch meine Eltern nahmen sie mit zur Arbeit. So etwas wie Food-Trucks, Dönerbuden, Mittagsrestaurants oder gar eine Veggi-Tages-Bar gibt es ja noch nicht lange an jeder Ecke. Wer Mittags nicht hungern wollte und keine Alternative hatte, musste sich etwas mitnehmen. Ich erinnere mich noch sehr gut an die liebevoll zubereiteten Pausenbrote von meiner Mama. Sie stand jeden Morgen früh auf um sie für uns Kinder zu belegen. Ich habe mich jeden Tag gefreut, wenn ich meine Brotdose geöffnet habe und oft haben sie nicht bis zum Mittagessen durchgehalten. Wenn ich sie mal nicht essen wollte habe ich sie einfach mit Freunden getauscht oder auch mal Wochen später verschimmelt im Rucksack wiedergefunden.

Als ich dann mein erstes eigenes Geld besaß, kaufte ich lieber etwas anderes (ja meist ungesundes Zeug). Das Pausenbrot konnte ich nicht mehr sehen, da es mir schon zu den Ohren heraus kam. Und ich fühlte mich mittlerweile zu alt für von Mama geschmierte Brote. Vorbei war es mit den praktisch vorbereiteten Mahlzeiten, die man nie so richtig zu schätzen wusste. Und ich möchte gar nicht wissen, wieviel Geld schon für Backwaren und Snacks unterwegs drauf gegangen ist. Oh je…

Zurück zu den Wurzeln

Aber in den letzten Jahren ist das Essen vorbereiten wieder präsenter und beliebter geworden. Viele Menschen wollen sich bewusst ernähren und der Konsumgesellschaft den Finger zeigen. Denn man weiß nie genau, was sich wirklich im Mittagessen befindet. Mich persönlich stört das schon ganz schön. Nur weil ein Gericht Brokkoli im Namen trägt, heißt es noch lange nicht, dass auch wirklich Brokkoli enthalten ist. Die heutige Lebensmittelindustrie kennt Milliarden von Möglichkeiten unsere tägliche Nahrung durch Ersatzstoffe zu tauschen, zu strecken, zu imitieren und industriell verarbeitbar zu machen.

Nicht nur das Wissen über die Zutaten machen das Mahlzeiten vorbereiten so interessant. Auch der Überblick über die Nahrungsaufnahme, sowie Geld- und Zeitersparnis sind super Gründe. Sportler, zum Beispiel, nutzen die gezielte Mahlzeitenplanung und -vorbereitung, um ihr Training zu unterstützen. Sie bekommen und behalten damit einen genauen Überblick über ihre Nährstoffaufnahme. Doch nicht nur Fitness-Fans sondern auch Familien, Paare und Singles entdecken „Meal Prep“ für sich. Die Frage “Was essen wir heute zum Abendbrot?” stellt sich dann gar nicht mehr. Vielleicht ist das der Grund, warum „Meal Prep“ als Trend wahrgenommen wird. Dabei ist es nicht neu, sondern nur eine effiziente Weiterentwicklung und Anpassung an unseren Alltag.

Was macht Meal Prep so interessant

– Überblick über Mahlzeiten
– Planbarkeit
– Geldersparnis
– Zeitersparnis
– Abfallreduktion

Es ist gar nicht schwer, sich mit Meal Prep das Essen für die Woche vorzubereiten. Probier es einfach aus. Vielleicht wird es zu deinem neuen Hobby.

Interessante Artikel zum loslegen:
In 3 einfachen Schritten deinen eigenen Meal Prep Wochenplan erstellen
Mit diesen kleinen Regeln erhöhst du die Haltbarkeit deiner Meal Preps

Janine

Ich bin eine leidenschaftliche Freizeitköchin, mit einer Vorliebe für einfache und gut gewürzte Speisen. In der heutigen schnelllebigen und vielschichtigen Welt, will ich nicht jeden Tag überlegen müssen, was ich esse. Das reicht mir ein mal die Woche.

Hinterlasse einen Kommentar