Meal Prep ist in aller Munde. Klingt neumodisch und hip. In Wahrheit ist es nichts anderes als das Vorbereiten von Mahlzeiten. Doch Meal Prep ist viel mehr als das. Darum geht es in diesem Beitrag.
Meal Prep bedeutet erstmal nichts anderes als Mahlzeiten vorbereiten. Man kann es aber auch als Lebenseinstellung oder Lebenserleichterung sehen. Dabei gibt es keine wirklichen Regeln. Nur Anhaltspunkte, Tipps, Tricks und eine Menge an Rezepten. Es hilft im heutigen Alltag bewusster zu Essen und einen Überblick zu behalten. So spart man eine Menge Zeit und natürlich auch Geld.
Also, wenn wir mal ehrlich sind, haben unsere Omas und Opas früher schon ausgiebig Meal Prep betrieben. Vielleicht wurde nicht gleich für die ganze Woche vorgekocht. Doch es wurde Eingeweckt, groß gekocht und Brote für die Arbeit geschmiert. Damals wie heute waren und sind die praktischen Pausenbrote Alltag. So etwas wie Food-Trucks, Dönerbuden, Mittagsrestaurants oder gar eine Veggi-Tages-Bar gibt es ja noch nicht lange an jeder Großstadt-Ecke. Wer Mittags nicht hungern wollte und keine Alternative hatte, musste sich zwangsläufig etwas mitnehmen.

Die Vorteile im Überblick

  • Überblick über Mahlzeiten (Speiseplan)
  • Planbarkeit
  • Geldersparnis
  • Zeitersparnis
  • Abfallreduktion
  • Individuell anpassbar nach den eigenen Wünschen
  • extrem vielseitig
  • leichter umzusetzen als viele denken

Hoch lebe das Pausenbrot

Ich erinnere mich noch sehr gut an die liebevoll zubereiteten Pausenbrote von meiner Mama. Sie stand jeden Morgen früh auf um sie für uns Kinder zu belegen. Ich habe mich jeden Tag gefreut, wenn ich meine Brotdose geöffnet habe. Und oft haben sie nicht bis zum Mittagessen überlebt. Wenn ich sie mal nicht essen wollte habe ich sie einfach mit Freunden getauscht oder auch mal Wochen später verschimmelt im Rucksack wiedergefunden.
Haltbarkeit von Lebensmitteln Übersicht mealpreperia.com
Als ich dann mein erstes eigenes Geld besaß, kaufte ich lieber etwas anderes (ja meist ungesundes Zeug). Das Pausenbrot konnte ich nicht mehr sehen, da es mir schon zu den Ohren heraus kam. Und ich fühlte mich mittlerweile zu alt für “von Mama” geschmierte Brote. Vorbei war es mit den praktisch vorbereiteten Mahlzeiten, die man nie so richtig zu schätzen wusste. Und ich möchte gar nicht wissen, wieviel Geld schon für Backwaren und Snacks unterwegs drauf gegangen ist. Oh je… Ich kam damals aber auch nicht auf die Idee mir selbst etwas vorzubereiten. 

Zurück zu den Wurzeln

Aber in den letzten Jahren ist das Essen vorbereiten wieder präsenter und beliebter geworden. Viele Menschen wollen sich bewusster ernähren und der Konsumgesellschaft den Finger zeigen. Man weiß nie genau, was sich wirklich im gekauften Essen befindet. Selbst in Restaurants greift man immer mehr auf Fertigprodukte zurück. Mich persönlich stört das schon ganz schön. Nur weil ein Gericht Brokkoli im Namen trägt, heißt es noch lange nicht, dass auch wirklich Brokkoli enthalten ist. Und wenn ich in ein Restaurant gehe, möchte ich auch frisch bekocht werden. Die heutige Lebensmittelindustrie kennt Milliarden von Möglichkeiten unsere tägliche Nahrung durch Ersatzstoffe zu tauschen, zu strecken, zu imitieren, industriell nutzbarer und lange haltbar zu machen. Klar spart das auch Zeit und ist eventuell auch günstig. Aber ist es auf lange Sicht gut für uns?
Nicht nur das Wissen über die Zutaten machen das Mahlzeiten vorbereiten für mich so interessant. Auch der Überblick über die Zusammensetzung der Speisen, sowie Geld- und Zeitersparnis sind wichtige Gründe dafür. Sportler, zum Beispiel, nutzen die gezielte Mahlzeitenplanung und -vorbereitung, um ihr Training zu unterstützen. Sie bekommen und behalten damit einen genauen Überblick über den Nährstoffgehalt ihres Essens. Doch nicht nur Fitness-Fans sondern auch Familien, Paare und Singles entdecken „Meal Prep“ für sich. Die Frage “Was essen wir heute zum Abendbrot?” stellt sich dann gar nicht mehr. Man Spart sich Zeit, die man dann zum Beispiel lieber mit den Kindern verbringt. Vielleicht ist das der Grund, warum „Meal Prep“ als Trend wahrgenommen wird und immer mehr an Bedeutung in unserem schnelllebigen vollgepackten Alltag gewinnt. Dabei ist es nicht neu, sondern nur eine effiziente Weiterentwicklung und Anpassung an unseren Alltag.

Es ist gar nicht schwer, sich mit Meal Prep das Essen für die Woche vorzubereiten. Probier es einfach aus. Vielleicht wird es zu deinem neuen Hobby.

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, wenn es ein bestimmten Punkt rund um Meal Prep gibt, über den du mehr erfahren möchtest.